Veranstaltungsreihe für Fachkräfte für gelebte Solidarität und praktisches Empowerment: Dienstag, 24.11., 11-13 Uhr: Stark gegen Ausgrenzung von Romn*ja und Sinti*zze
Viele pädagogische Einrichtungen verstehen sich als antirassistisch – dennoch sind diskriminierende Einstellungen weiterhin verbreitet, insbesondere die Zustimmung zur Ausgrenzung von Romn*ja und Sinti*zze. In der öffentlichen Wahrnehmung knüpfen solche Haltungen häufig an eine lange Tradition der „Täter*innen-Opfer-Umkehr“ an, indem den Menschen eine Mitschuld an ihrer Situation zugeschrieben wird. Die Vorstellungen werden stark durch mediale, oft klischeehafte Darstellungen und fehlende differenzierte Berichterstattung geprägt. Dazu tragen historisch gewachsene diskriminierende Narrative, sowie die geringe Sichtbarkeit vielfältiger Lebensrealitäten der Communities.
Diese Einstellungen bleiben nicht ohne Folgen: Sie zeigen sich im Alltag vieler Romn*ja und Sinti*zze in Form von Anfeindungen im öffentlichen Raum und im Netz sowie in vielfältiger Ausgrenzung und Diskriminierung – auch im Bildungsbereich.
Wie können Menschenrechte in den pädagogischen Alltag umgesetzt werden?
Was kann und muss jede Person tun, um sichere, zugewandte und diskriminierungskritische Räume zu gestalten?
Wir laden ein für ein Fachgespräch mit Impulsen und Praxisbeispielen von Expert*innen; mit Alina Voinea, Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus (SENASGIVA); Violeta Balog, Projektleitung Dokumentationsstelle Antiziganismus DOSTA/MIA Berlin & Sabina Salimovska, EHAP-Plus "Starthilfen für EU-romani-Communitys in Berlin" RAA Berlin.
Seit 2023 haben in Lichtenberg die jährlichen Fachtage zu Würde bzw. Solidarität und Empowerment die aktuellen Diskriminierungen und Ausgrenzungen im Rahmen der Arbeit mit jungen Menschen in den Fokus genommen. Die gesellschaftlichen Rechtsentwicklungen und sozial immer prekärer werdenden Verhältnisse nehmen bundesweit immer weiter zu, auch vor dem Hintergrund der anstehenden Berlin-Wahl im September 2026.
Diese Herausforderungen betreffen Kinder und Jugendliche in einem speziellen Maße und setzt auch die Fachkräfte weiterhin vor große Herausforderungen.
Mit unserer Veranstaltungsreihe setzen wir uns für eine würdevolle und solidarische Gesellschaft ein und beschäftigen uns daher mit der Frage:
Wie können wir junge Menschen mit Solidarität und Empowerment weiter stärken, wenn Armut, Rassismus und extrem rechte Positionen immer wahrnehmbarer und bedrohlicher werden? Und was bewegt mich als Fachkraft an diesen Themen und im professionellen Umgang damit?
Nach den erfolgreichen Fachtagen in den letzten drei Jahren setzen wir hier weiter an.
Wir laden Kolleg*innen aus Schule und Jugendarbeit herzlich ein, Methoden und Handlungsansätze zur Stärkung in der Bildungsarbeit kennenzulernen und auszuprobieren.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.
Die Veranstaltungen finden hier statt (mit Ausnahme des 18.06.!):
Maggie
Frankfurter Allee 205
10365 Berlin
S-/ U-Bhf. Lichtenberg/ U-Bhf. Magdalenenstraße
Die Anmeldungen zu den jeweiligen Veranstaltungen erfolgen unter: https://eveeno.com/109962730
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.