Lesung und Diskussion: Antirassistische Perspektiven auf Jugendgewalt - GEW-Veranstaltung am 13.2.24 von 17 bis 19 Uhr
“Gewalt gehört an vielen Schulen und Jugendeinrichtungen zum Alltag. Die zentrale Fragen sind: Wie kommt es zu Gewalt und wie können Pädagog*innen einen guten und differenzierten Umgang finden – präventiv und in der Intervention. Bei der Auseinandersetzung mit Phänomenen, die als Jugendgewalt zusammengefasst werden, entstehen manchmal recht einseitige Sichtweisen und Erklärungsmuster. Bei der Veranstaltung wollen wir etwas genauer hinschauen und uns mit den strukturellen Aspekten von Gewalt und Rassismus in der Gesellschaft und in Bildungseinrichtungen befassen. Der Autor Behzad Karim Khani liest aus seinem Roman „Hund, Wolf, Schakal“ - über das (Nicht-)Ankommen in Berlin, den Kampf um Respekt, die komplizierten Schicksale. Anschließend sprechen wir gemeinsam mit dem Autor und Rosa Fava, Expertin für Antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit, über Aufwachsensbedingungen und Entstehungszusammenhänge von Gewalt, auch im Zusammenhang mit Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen. Außerdem wollen wir uns über mögliche Ansätze zur Unterstützung von Jugendlichen in und um Bildungseinrichtungen austauschen.
Es gibt eine Teilnahmebestätigung zwecks Anerkennung als Fortbildung.
Die Veranstaltung gehört zu einer Veranstaltungsreihe des Landesausschusses für Migration, Diversität und Antidiskriminierung (LAMA) und des Vorstandsbereich Schule der GEW BERLIN. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und kostenfrei. Zur Vorbereitung bitten wir bis zum 7.2. um Anmeldung (unten).
Zu den Referent*innen:
Behzad Karim Khani wurde 1977 in Teheran geboren, 1986 kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Er wuchs im Ruhrgebiet auf und studierte Medienwissenschaften. Er lebt heute in Berlin-Kreuzberg, wo er schreibt und die Lugosi-Bar betreibt.
Dr. Rosa Fava ist Erziehungswissenschaftlerin und ist/war bis Dezember 2023 Leiterin der Praxisstelle Antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit der Amadeu Antonio Stiftung. Sie hat Chemie und Geschichte für das Gymnasiallehramt studiert und war viele Jahre in der historisch-politischen Bildung tätig. 2004 gehörte sie zu den Mitbegründer*innen der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus/Berlin.”
Anmeldung:
https://www.gew-berlin.de/anmeldung-allgemein-4?tx_powermail_pi1